Demografische Entwicklung

Freie Schulen erfüllen in vielen Regionen Brandenburgs den Versorgungsauftrag des Staates, der in einem erreichbaren Schulangebot für alle Kinder besteht. Nicht nur in den urbanen Zentren des Landes, sondern auch an den Rändern Brandenburgs bieten kleinere freie Schulen eine Schulversorgung an, die insbesondere jüngeren Kindern oft lange Schulwege erspart. Diese positive Entwicklung wird aktuell im Bericht der Demografiekommission der Landesregierung aufgenommen, in dem eine Kooperation zwischen staatlichen und freien Schulen empfohlen wird. Dazu sind freie Schulen bereit und werden ihren Beitrag für gute Bildung in Brandenburg leisten. Die im Bericht beschriebenen Lösungsvarianten zeigen auf, dass ein Flächenland wie Brandenburg mit urbanen Zentren unterschiedlichste und sehr differenzierte Lösungen für die Schulversorgung entwickeln muss.

Schulen in freier Trägerschaft benötigen dazu eine verlässliche Finanzierung und ein belastbares Verwaltungshandeln.

Sowohl der Bericht der Demografiekommission wie auch das Strategiepapier zur Nachhaltigkeit im Auftrag des Landtages verdeutlichen das Problem und eine denkbare Lösung: Mit dem aktuellen Schulgesetz ist in Brandenburg in den kommenden Jahren „Gute Schule“ nicht machbar. Allein die Frage der wohnortnahen Schulversorgung lässt sich so nicht lösen. Entsprechend dem politischen Willen zogen sich staatliche Schulen ab dem Jahr 2001 aus der Fläche zurück. 173 Schulen (30% der staatlichen Schulen) wurden geschlossen. Freie Schulen konnten vielfach diese Lücke schließen. Der Städte- und Gemeindebund erkennt in seiner Stellungnahme zur Demografiekommission: „Freie Schulträger haben in nicht unerheblichen Maße Lücken geschlossen, die durch die Schließung öffentlich getragener Schulen entstanden sind.“ Das Lösungspotential liegt im Zusammenspiel von staatlichen und freien Schulen – das muss das Ziel sein.